Die Apfelkur

 

Für die Zeitschrift "Die LandApotheke" habe ich gerade eine 10-tägige Apfelkur konzipiert, die darauf ausgerichtet ist, den Körper mit allem Notwendigen zu versorgen, dabei den Stoffwechsel zu aktivieren und die Ballaststoffzufuhr zu erhöhen. Sie ist nicht als "Diät" gedacht und mit dem Versprechen von großen Gewichtsverlusten verbunden. Sicherlich werden einige dabei etwas (500g bis ca. 1,5 kg) an Gewicht verlieren. Dies ist eigentlich bei jeder Kostumstellung der Fall. Da unser Körper sehr lernfähig ist, „gewöhnt“ er sich ganz schnell an diese neue Situation und macht, aus seiner Sicht, das Beste daraus. Wir müssen uns immer im Klaren sein, dass unser Körper darauf programmiert ist zu überleben. Jedes Weniger an Nahrung verbindet er mit der Aufforderung, dieses geringere Nahrungsangebot besser auszunutzen. Wenn wir uns dann, nach einer Kostumstellung, wieder nach alten Mustern ernähren, wird er versuchen, aus Angst vor einer neuen Mangelsituation, alles aus der zugeführten Nahrung heraus zu holen. Hier kommt also der berühmt berüchtigte Jojoeffekt ins Spiel.

Das System meiner Apfelkur beruht auf einigen Bausteinen, die ohne Bedenken in die alltägliche Kost übernommen werden können. Es werden keinerlei Mängel auftreten, da wir mit allem versorgt werden, was für uns nötig ist. Behalten wir die Kalorieren ein wenig im Auge, wird sich unser Körper ganz automatisch an sein gesundes und wünschenwertes Wohlfühlgewicht anpassen. Je nach Ausprägung des Übergewichts, kann das natürlich etwas dauern. Schließlich haben wir uns unsere Pfunde ja auch nicht über Nacht angefuttert. Das Schöne an gesunder, naturbelassener Ernährung ist, dass wir nicht hungern müssen. Wir signalisieren unserem Körper keine Mangelsituation. Er bekommt ausreichend vernüftige, leckere Nahrung. Dieser Tatsache verdanken wir, dass der Jojoeffekt ausbleibt. Es sei denn, wir schlagen im Anschluss an die Kur völlig über die Stränge. Ich ernähre mich seit vielen Jahren nach diesem Prinzip und halte mein Wunschgewicht, mit kleineren Ausnahmen zu den Festtagen, sehr konstant. Eine Waage gibt es für mich heute nicht mehr. Wie oft war mein Tag völlig ruiniert, bloß weil ich mich morgens auf die Waage gestellt habe. Wer kennt das nicht: Zuerst fühlt man sich toll, dann zeigt die Waage ein Kilo mehr an - und der Tag ist gelaufen.  Heute orientiere ich mich ausschließlich an meiner Kleidung. Wenn ich merke, dass meine "Indikatorhose" (eine Hose aus meinen Wohlfühltagen) irgendwo zwickt, wird einfach wieder ein wenig konsequenter auf meinen Ernährungsplan geachtet.

→ zurück